Joan Miró, Femme, Wachskreide, Farb- und Bleistift auf Karton 4/VIII/76. 38x28 cm, sign. dat. bet. Dupin | Lelong-Mainaud 2989 [22992] — Cortesía de Galerie Boisserée
Evento finalizado
07
nov 2018
22
dic 2018

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Cuándo: 07 nov de 2018 - 22 dic de 2018
Inauguración: 07 nov de 2018 / 18:30
Precio: Entrada gratuita
Dónde: Galerie Boisserée / Drususgasse 7-11 / Cologne, Nordrhein-Westfalen, Alemania
Organizada por: Galerie Boisserée
Artistas participantes: Joan Miró
Etiquetas:
Publicada el 02 nov de 2018      Vista 70 veces

Descripción de la Exposición

Joan Miró gehört zu den bedeutenden Künstlern des 20. Jahrhunderts. Dass der 1893 geborene Katalane nicht nur Maler, sondern auch leidenschaftlicher Graphiker war, ist weniger bekannt. Das Werkverzeichnis seiner Druckgraphik verzeichnet über 1300 Radierungen und über 1200 Lithographien. Im Sommer dieses Jahres zeigte der Kunstverein Apolda Avantgarde e.V. eine viel beachtete Ausstellung von Joan Miró aus den Beständen der Galerie Boisserée. Die museale Präsentation in Apolda, begleitet von einem 124 Seiten umfassenden, gebundenen Katalog mit 102 meist farbigen Abbildungen, zählte über 4000 Besucher. Diese Sammlung mit ausgesuchten Arbeiten aus dem graphischen Œuvre, Papierarbeiten sowie seltenen bibliophilen Büchern, ergänzt durch weitere Neuerwerbungen und Leihgaben, steht nun zum Verkauf und wird ab dem 7. November in der Kölner Galerie Boisserée gezeigt. Die Ausstellung umfasst über 70 Exponate und vermittelt dem Besucher einen Einblick in die Vielfalt Mirós im Format höchst unterschiedlich ausfallender druckgraphischer Arbeiten. Eine der frühesten Arbeiten ist die 1938 entstandene schwarzweiße Radierung "La géante" (Die Riesin). Neben einer Vielzahl kleinformatiger Graphiken trifft der Besucher auf zwei großformatige Farbaquatintaradierungen, dem 1975 entstandenen Blatt "Le hibou blasphémateur" (Die lästernde Eule) und der 1981 entstandenen Arbeit "La marchande de couleurs" (Die Farbenhändlerin), die als Exponate auf Ausstellungen nur selten anzutreffen sind. Mirós Liebe zur Poesie wird deutlich durch zahlreiche ausgestellte Bücher, für die er Radierungen oder Lithographien als Illustrationen schuf. Die Ausstellung beinhaltet zwei reizvolle Beispiele wie das Buch von William Butler Yeats "Le vent parmi les roseaux" (Der Wind im Schilf) mit fünf Farbradierungen des Künstlers oder das Buch von Jacques Prévert "Adonides" (Adonisröschen), für welches der Künstler 46 Farbradierungen und zwei Blindprägungen schuf. Eine besondere Seltenheit ist ein komplettes Exemplar des 1950 entstandenen Mappenwerks "Fusées", hierfür entstanden 15 Farbradierungen. Unter den Papierarbeiten befindet sich u.a. Mirós Entwurf für den Umschlag des 1959 herausgegebenen Buchs "Constellations", den er als farbige Gouache mit Chinatusche schuf. Ebenfalls hervorzuheben ist ein kleinformatiges Aquarell mit Tinte auf Papier (ohne Titel) aus dem Jahr 1962. 15 Jahre später entsteht die Arbeit "Homme et femme" (Mann und Frau), eine ebenfalls in der Ausstellung präsentierte schwarzweiße Wachskreidezeichnung. Mirós graphische Welt sind Landschaften, in denen der Betrachter reiche Entdeckungen und Erfahrungen machen kann: sei es das ursprünglich Kindhafte und Verspielte seiner Figuren, sei es die Fröhlichkeit der Farben, die spontan und emotional berühren – alles findet sich in den ausgestellten Arbeiten wieder. Mirós "Zeichensprache" erzeugt in unbegrenzter Phantasie höchst eigenwillige "Wirklichkeiten", in denen sich Menschliches, Tierisches und Pflanzliches, Sonne, Mond und Sterne miteinander verbinden. Experimentierlust und Erfindungskraft kennzeichnen sein Œuvre. Gerade derjenige Besucher, der ein vorgefasstes Bild des Künstlers durch die häufig reproduzierten, schwarztonigen Bildmotive der 70er Jahre in sich trägt, wird mit den Exponaten dieser Ausstellung überrascht sein, eine ganz andere Seite des 1983 in Palma de Mallorca verstorbenen, international arrivierten Katalanen kennenzulernen.

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el 02 nov de 2018

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